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Öl-Führer

Kuriositäten, Daten und Informationen zum nativen Olivenöl extra

Natives Olivenöl extra ist gut, gesund, auch für sehr kleine Kinder geeignet, leicht verdaulich und reich an Nährstoffen, die je nach angebauter Olivensorte, dem Reifestadium sowie der Produktionsmetode leicht variieren.

Natürlich gilt das, wenn es sich tatsächlich um Olivenöl handelt, und zwar um natives Olivenöl extra und wenn es den Parametern Europäischer Verordnungen (EWG-Verordnung Nr. 2568/91 und nachfolgende Änderungen) gemäß erzeugt wird.

Werfen wir einen Blick auf einige der am häufigsten gestellten Fragen.

Was ist natives Olivenöl extra?

Natives Olivenöl muss, um nach europäischen Standards als “extra” bezeichnet werden zu können, die folgenden Merkmale aufweisen:

  • Es wird direkt durch die Pressung der Oliven gewonnen
  • Der Pressvorgang erfolgt ausschließlich durch mechanische Prozesse (Druck, Zentrifugieren und natürliche Kaltextraktion)
  • Die Extraktionstemperatur sollte “kalt” sein, das heißt unter 27 °C liegen, um keine Beeinträchtigungen des bereits in den Oliven vorhandenen Öls zu verursachen
  • Die Oliven dürfen keiner weiteren Behandlung unterzogen werden, mit Ausnahme der Reinigung mit Wasser und der Entlaubung
  • Die Geschmacksbewertung muss 7 bis 9 entsprechen (d.h. „kein Geschmacksdefekt und fruchtiges Aroma von Oliven und anderen frischen Früchten“) oder höher ausfallen
  • Der Säuregehalt beträgt höchstens 0,8%.

Was ist der Unterschied zwischen nativem Olivenöl extra und Olivenöl?

Natives Olivenöl extra wird ausschließlich durch das einfache Pressen der Oliven gewonnen, einem mechanischen Verfahren, und hat einen maximalen Säuregehalt – ausgedrückt als Ölsäure – von 0,8 Gramm pro 100 Gramm Produkt. Olivenöl hingegen ist das Ergebnis einer chemischen Verarbeitung und wird aus einer Mischung aus raffiniertem und nativem Olivenöl gewonnen.

Was bestimmt die Qualität eines nativen Olivenöls extra?

Die Qualität eines nativen Olivenöls extra hängt sowohl von natürlichen Faktoren als auch den Produktionstechniken ab.
Zu den natürlichen Komponenten gehören die Vielfalt an Olivensorten, das Anbaugebiet, die klimatischen Bedingungen sowie die Bodenbeschaffenheit. Diese Aspekte beeinflussen vor allem den Geschmack und Geruch des Öls.
Zu den wichtigen, eher “technischen” Eigenschaften gehören der Gesundheitszustand des Olivenbaums und der Frucht, der Reifegrad der Oliven, die Erntetechnik sowie die Zeiten und Anbauflächen. Ebenso wichtig sind der Zustand, die Hygiene und die Sauberkeit der Pressmaschinen.

Was versteht man unter dem Säuregehalt des nativen Olivenöls extra?

Der Säuregehalt zeigt den Prozentsatz der Ölsäure in einem Öl an und ist der wichtigste Indikator für dessen Qualität. Je höher der Wert, desto geringer ist die Qualität des Produkts. Der Säuregehalt kann nur durch Labortests nachgewiesen werden und ist nicht durch den Geschmack erkennbar. Er sollte nicht mit dem leichten Prickeln verwechselt werden, das eher ein Zeichen für einen niedrigen Säuregehalt und die frische Pressung der Oliven ist.

Ein zu hoher Säuregehalt kann durch mangelnde Frische der Oliven oder durch hohe Extraktionstemperaturen verursacht werden.

Was genau ist das „Prickeln“?

Das Prickeln oder Kratzen und der bittere Geschmack, den man im Olivenöl schmeckt, stellen keine Mängel dar, sondern typische Merkmale eines hochwertigen Naturprodukts. Diese Merkmale werden durch die Anwesenheit von Polyphenolen bestimmt: je frischer das Öl, desto stärker ist das Kratzgefühl im Hals, das im Laufe der Zeit nachlässt.

Was ist, aus chemischer Sicht betrachtet, natives Olivenöl extra?

Natives Olivenöl extra ist ein pflanzliches Fett, das hauptsächlich aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Die wichtigste Fettsäure von nativem Olivenöl extra ist die Ölsäure (einfach ungesättigt).

Worin besteht der Unterschied zwischen einem Pflanzenfett, wie Olivenöl, und tierischen Fetten, wie Butter?

Pflanzliche Fetten bestehen hauptsächlich aus ungesättigten Fetten, und tierische Fette bestehen hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren.

Natives Olivenöl extra hat einen höheren Kaloriengehalt (899 kcal gegenüber 758 kcal) als Butter, enthält jedoch eine gesündere Fettart. Butter enthält etwa 250 mg LDL-Cholesterin (das so genannte „schlechte“ Cholesterin) pro 100 g Produkt und ist ein Konzentrat aus gesättigten Fettsäuren, die zum kardiovaskulären Gesundheitsrisiko beitragen. Das Öl hingegen weist keine Spuren von LDL-Cholesterin auf und ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, die dazu beitragen können, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Welternährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) empfehlen eine Reduktion der Aufnahme gesättigter Fettsäuren auf unter 10%.

Was bedeutet fruchtiges natives Olivenöl extra?

Das erste Merkmal eines guten nativen Olivenöls extra ist die „Fruchtigkeit“, was bedeutet, dass der Duft an die Frucht erinnert – die gleiche Empfindung, als würde man eine Olive zwischen den Fingern pressen. Die Geschmacksnuancen von nativem Olivenöl extra werden durch mehrere Faktoren bestimmt: Sorte, Reifegrad, Anbaugebiet. Die aus unreifen, frisch geernteten Oliven gewonnen Öle haben ein ziemlich ausgeprägtes, scharfes Aroma und einen leicht bitteren Geschmack, während aus reiferen Oliven gewonnene Öle einen süßeren und feinen Geschmack haben. Man kann außerdem besondere Geschmacksnoten wie Artischocken, Mandeln, Tomaten, Sellerie, Apfel, Gras usw. vorfinden.

Wie lange ist natives Olivenöl extra haltbar?

Es gibt kein gesetzlich vorgeschriebenes Verfallsdatum, aber natives Olivenöl extra sollte innerhalb von 18 Monaten nach der Abfüllung verbraucht werden. Dabei sollte beachtet werden, dass der Verlust von sensorischen Substanzen (Geschmack, Geruch, etc.) und der Eigenschaften, die dazu beitragen (Vitamine), desto größer ist, je mehr man sich dem Zeitpunkt des bevorzugten Verbrauchsdatums nähert.

Wie lagert man natives Olivenöl extra?

Natives Olivenöl extra ist hitzeempfindlich, wird aber auch ruiniert, wenn die Temperatur zu niedrig ist. Es sollte in kühlen, trockenen Räumen gelagert werden, in Umgebungen ohne starke Temperaturschwankungen: Die ideale Lagertemperatur liegt bei 15-16 °C. Es muss außerdem unbedingt vor direktem Licht, vor Luftzufuhr und Hitze geschützt werden.

Was garantiert das DOP-Siegel?

Die geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP / g.U.) garantiert das Herkunftsgebiet eines Produkts; in unserem Fall, natives Olivenöl extra. Nicht alle nativen Olivenöle extra gleichen sich; sie ändern ihre Merkmale, Aromen und Düfte je nach Herkunftsgebiet. Die DOP-Bezeichnung identifiziert und gewährleistet den Schutz der typischen Merkmale in Zusammenhang mit einem Herkunftsgebiet.

Natives Olivenöl extra ist gut für die Gesundheit?

Ja, es ist reich an „Tugenden“! Einige Beispiele:

  • Es trägt zur Senkung überschüssigen Cholesterins bei
  • Es schützt vor Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Es hat eine vorteilhafte Wirkung auf die Entwicklung des Nervensystems
  • Es schützt vor verschiedenen entzündlichen Hauterkrankungen
  • Es hilft Diabetikern, den Blutzucker unter Kontrolle zu halten
  • Es hat ein antitumorale, schützende Wirkung und trägt so zur Prävention bei

Natives Olivenöl extra ist ein verdauliches Produkt?

Ja, es ist leicht verdaulich, weil es eine hohe Konzentration an einfach ungesättigten Fettsäuren aufweist, die im Darm schnell aufgenommen werden und die Produktion von Galle stimulieren, die für die Verdauungsfunktion notwendig ist. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass natives Olivenöl extra als einziges Öl 100% verdaulich ist, im Vergleich zu 85% von Sonnenblumenöl, 81% von Erdnussöl und 36% von Maisöl. Im Vergleich zu anderen Fetten, insbesondere solchen tierischen Ursprungs, wird natives Olivenöl extra am schnellsten verdaut.

Ist natives Olivenöl extra fetter als Öl aus Ölsaaten?

Alle Öle sind per Definition Fette, und der Fettgehalt von nativem Olivenöl extra ist nahezu identisch (99,9%) mit dem anderer Öle. Es sind jedoch die Art und die Qualität der Fette, die sich ändern, und das macht den Unterschied aus.

In nativem Olivenöl extra ist zu etwa 75% Ölsäure vorhanden, die als „Wächter“ der Arterien bezeichnet werden kann, da sie sich an das „schlechte“ LDL-Cholesterin im Blut bindet und dieses ausscheidet, während sie gleichzeitig den Cholesterinspiegel von „gutem“ HDL-Cholesterin erhöht.

Kann natives Olivenöl extra Kindern verabreicht werden?

Natives Olivenöl extra ähnelt aufgrund seiner Zusammensetzung aus essentiellen Fettsäuren der Muttermilch, in der diese in großen Mengen vorhanden sind.
Der Reichtum an diesen ungesättigten Fettsäuren sorgt für eine ausgewogene Entwicklung bei Kindern und hilft dem Zellgewebe bei der Assimilation wichtiger Substanzen fürs Wachstum.
Aus diesem Grund ist das Öl ein Grundnahrungsmittel für schwangere Frauen und ein wesentlicher Bestandteil während der Entwöhnungsphase.

Der klassische Tropfen Öl in der Babynahrung ist die gesündeste und willkommenste Würzung.

Welches Öl ist am besten zum Braten/Frittieren geeignet?

Wenn man berücksichtigt, dass die ideale Brattemperatur bei 170 – 180 °C liegt und dass natives Olivenöl extra seinen Rauchpunkt bei 210 °C hat, ist es ideal zum Braten. Der Rauchpunkt stellt die Toleranzschwelle gegenüber hohen Temperaturen verschiedener Öle dar. Die Überschreitung dieser Schwelle bewirkt eine Zersetzung der Fette und die Entstehung toxischer Verbindungen für den menschlichen Organismus. Das Signal für die Überschreitung des Rauchpunkts ist der Ausstoß eines weißlichen Rauchs während des Kochens.

Wie wird das Etikett gelesen?

Es ist wichtig zu wissen, wie man ein Etikett liest: für Öl wie auch für jedes andere Nahrungsmittel. Daher sollten Sie wissen, was dort geschrieben steht sowie das, was gesetzlich geregelt ist und was nicht. Alle Informationen bezüglich des Öl-Etiketts und insbesondere unseres Öls finden Sie auf der Seite Etiketten.

Welche Öl-Zertifizierungen gibt es?

Wie jedes andere Nahrungsmittel kann und sollte das Öl Produktionsrichtlinien und Kontrollen unterzogen werden, um einige Aspekte durch eine externe Stelle prüfen zu lassen. Es kann sich um Einschätzungen des Produktionsprozesses, der Herkunft der Rohstoffe sowie der Qualität des Endprodukts handeln. Wir haben die Qualitätszertifizierung UNI EN ISO 9001:2000 (2008) erhalten, und unser Trevi-Öl die Ursprungsbezeichnung DOP Umbria Colli Assisi – Spoleto. Auf der Seite Zertifizierungen finden Sie Erläuterungen und Einzelheiten zu den durch diese Protokolle zertifizierten Aspekten.